Gutes Butterschmalz gehört zu den Basics in jeder Küche – vor allem, wenn es ums Braten bei hoher Hitze geht. Butterschmalz selber machen ist nicht nur überraschend einfach, sondern auch deutlich aromatischer und hochwertiger als viele gekaufte Varianten. In diesem Butterschmalz Rezept zeige ich Schritt für Schritt, wie man Butterschmalz herstellt, worauf es dabei ankommt und warum sich Butterschmalz selbst herstellen wirklich lohnt.
Doch was ist Butterschmalz eigentlich genau? Kurz gesagt: Es handelt sich um geklärte Butter, bei der Wasser und Milcheiweiße entfernt wurden. Übrig bleibt reines Butterfett – hitzestabil, lange haltbar und ideal zum Braten. Kein Wunder also, dass viele sich fragen: Ist Butterschmalz zum Braten geeignet? Die Antwort ist eindeutig ja – dank des hohen Rauchpunkts eignet es sich perfekt für Schnitzel, Steaks, Pfannengerichte oder Bratkartoffeln.
In diesem Artikel erfährst du nicht nur wie wird Butterschmalz hergestellt, sondern auch den Unterschied zwischen Butter und Butterschmalz, woraus Butterschmalz besteht und welche Butterschmalz Inhaltsstoffe es so besonders machen. Ob du bisher mit normaler Butter gekocht hast oder gezielt nach einer besseren Alternative suchst – dieses Rezept erklärt verständlich, wie macht man Butterschmalz ganz einfach zu Hause, ohne Spezialzubehör und mit garantiertem Erfolg.
Wenn du also ein Butterschmalz Rezept suchst, das zuverlässig gelingt, vielseitig einsetzbar ist und geschmacklich überzeugt, bist du hier genau richtig.
Gehe zu:

Was ist Butterschmalz – und was ist der Unterschied zwischen Butter und Butterschmalz?
Butterschmalz ist nichts anderes als geklärte Butter. Beim Herstellen von Butterschmalz wird normale Butter langsam erhitzt, sodass sich Wasser und Milcheiweiße (Milchzucker und Eiweiß) vom reinen Butterfett trennen. Diese festen Bestandteile werden abgeschöpft oder ausgefiltert. Übrig bleibt ein klares, goldgelbes Fett – genau das, was man als Butterschmalz kennt.
Viele fragen sich: Was ist Butterschmalz im Vergleich zu normaler Butter? Der größte Unterschied liegt in der Zusammensetzung. Während Butter etwa 80–82 % Fett sowie Wasser und Milcheiweiß enthält, besteht Butterschmalz fast zu 100 % aus reinem Butterfett. Dadurch ist es deutlich hitzestabiler und länger haltbar.
Der Unterschied zwischen Butter und Butterschmalz zeigt sich vor allem beim Kochen und Braten:
- Butter verbrennt relativ schnell, da die Milcheiweiße bei hoher Hitze braun werden.
- Butterschmalz hat einen deutlich höheren Rauchpunkt und ist daher ideal zum scharfen Anbraten.
Auch geschmacklich gibt es Unterschiede: Butterschmalz schmeckt intensiver und „buttriger“, aber ohne die Gefahr, bitter zu werden. Außerdem ist es für viele Menschen besser verträglich, da beim Butterschmalz herstellen fast alle Laktose- und Eiweißreste entfernt werden.
Kurz gesagt: Wer wissen möchte, woraus Butterschmalz besteht und warum es so beliebt ist, erkennt schnell die Vorteile. Butter eignet sich perfekt zum Backen und für kalte Speisen, während Butterschmalz die bessere Wahl ist, wenn hohe Temperaturen und ein stabiles Fett gefragt sind.

Zubereitung – wie macht man Butterschmalz?
Butterschmalz selber machen ist überraschend einfach und erfordert nur etwas Geduld. Wichtig ist, die Butter langsam zu erhitzen, damit sich Wasser und Milcheiweiß sauber vom Fett trennen. So gelingt das Butterschmalz herstellen Schritt für Schritt:
- Butter vorbereiten: Ungesalzene Butter in gleich große Stücke schneiden. Dadurch schmilzt sie gleichmäßig und verbrennt nicht.
- Langsam schmelzen: Die Butter in einem schweren Topf bei sehr niedriger Hitze erhitzen, bis sie vollständig geschmolzen ist. Nicht umrühren – die Trennung erfolgt von selbst.
- Sanft köcheln lassen: Die flüssige Butter leicht simmern lassen. An der Oberfläche bildet sich weißer Schaum, während sich die festen Bestandteile am Boden absetzen.
- Schaum abschöpfen: Den entstehenden Schaum vorsichtig mit einem Löffel oder Schaumlöffel entfernen. Das sorgt für besonders klares Butterschmalz.
- Geduldig warten: Sobald das Blubbern deutlich nachlässt, ist das Wasser weitgehend verdampft – ein Zeichen, dass das Butterschmalz fertig ist.
- Abseihen: Das flüssige Butterfett durch ein feines Sieb oder ein mit Mulltuch ausgelegtes Sieb in ein sauberes Glas gießen, um letzte Rückstände zu entfernen.
- Abkühlen lassen: Das Butterschmalz vollständig auskühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.
So weiß man genau, wie man Butterschmalz herstellt, und erhält ein reines, hitzestabiles Fett, das sich perfekt zum Braten, Backen und Verfeinern vieler Gerichte eignet.
Wie viel Butterschmalz ergibt 1 kg Butter?
Aus 1 kg Butter erhältst du beim Butterschmalz selber machen im Durchschnitt etwa 800–850 g Butterschmalz. Der genaue Ertrag hängt davon ab, wie viel Wasser und Milcheiweiß die verwendete Butter enthält und wie sorgfältig sie geklärt wird.
Der Grund für den Gewichtsverlust ist einfach:
Beim Butterschmalz herstellen werden Wasser, Milchzucker und Eiweiß entfernt. Übrig bleibt fast ausschließlich reines Butterfett – also das eigentliche Butterschmalz.
Faustregel:
- 1 kg Butter → ca. 80–85 % Butterschmalz
- 250 g Butter → ca. 200–215 g Butterschmalz
Tipp: Je hochwertiger die Butter (z. B. mit höherem Fettgehalt), desto näher liegt der Ertrag am oberen Bereich. So lässt sich gut planen, wie viel Butter du benötigst, wenn du Butterschmalz selbst herstellen möchtest.
Wie viel Butter braucht man für 500 g Butterschmalz?
Um 500 g Butterschmalz herzustellen, benötigst du in der Regel etwa 600–650 g Butter. Der genaue Wert hängt vom Fettgehalt der Butter und davon ab, wie sorgfältig Wasser und Milcheiweiße entfernt werden.
Warum mehr Butter nötig ist:
Beim Butterschmalz herstellen werden Wasser, Milchzucker und Eiweiß ausgekocht und abgeschöpft. Übrig bleibt nahezu reines Butterfett. Da Butter nur etwa 80–82 % Fett enthält, geht ein Teil des Gewichts verloren.
Faustregel zur Umrechnung:
- 500 g Butterschmalz ≈ 600–650 g Butter
- 1 kg Butter ≈ 800–850 g Butterschmalz
Tipp: Plane lieber etwas mehr Butter ein, damit du am Ende sicher auf die gewünschte Menge kommst – besonders, wenn du Butterschmalz selbst herstellen und portionsweise abfüllen möchtest.

Was ist gesünder: Ghee oder Butterschmalz?
Ob Ghee oder Butterschmalz gesünder ist, hängt vor allem davon ab, wie du es verwendest und was dir wichtig ist. Beide bestehen fast ausschließlich aus reinem Butterfett und sind daher sehr ähnlich.
Gemeinsamkeiten von Ghee und Butterschmalz:
- nahezu laktosefrei und eiweißarm
- hoher Rauchpunkt – ideal zum Braten
- enthalten fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, D, E und K
Der Unterschied liegt in der Herstellung:
Beim Butterschmalz herstellen werden Wasser und Milcheiweiße entfernt. Ghee wird etwas länger erhitzt, bis die Milchbestandteile leicht bräunen. Dadurch bekommt Ghee sein typisches nussiges Aroma.
Gesundheits-Vergleich:
- Ghee enthält durch das stärkere Erhitzen etwas mehr antioxidative Verbindungen und wird in der ayurvedischen Küche oft als besonders bekömmlich angesehen.
- Butterschmalz ist milder im Geschmack, klassisch in der europäischen Küche und ernährungsphysiologisch nahezu gleichwertig.
Fazit: Weder Ghee noch Butterschmalz ist grundsätzlich „gesünder“ als das andere. Beide sind hochwertige Bratfette und sollten – wie alle Fette – maßvoll verwendet werden. Für klassische deutsche Gerichte ist Butterschmalz ideal, für ein intensiveres Aroma kann Ghee die bessere Wahl sein.
Was kann man statt Butterschmalz nehmen?
Wenn kein Butterschmalz zur Hand ist oder du eine Alternative suchst, gibt es mehrere gute Optionen – je nach Gericht und gewünschter Eigenschaft. Wichtig ist vor allem der Rauchpunkt, wenn es ums Braten geht.
Gute Alternativen zu Butterschmalz:
- Ghee: Die naheliegendste Alternative. Sehr ähnlich zu Butterschmalz, ebenfalls nahezu laktosefrei und hoch erhitzbar – mit leicht nussigem Aroma.
- Raffiniertes Rapsöl: Neutral im Geschmack, hoher Rauchpunkt und gut geeignet zum Braten und Anbraten.
- Sonnenblumenöl (raffiniert): Ebenfalls hitzestabil und vielseitig einsetzbar, geschmacklich neutral.
- Kokosöl (neutral): Hoch erhitzbar; die neutrale Variante eignet sich besser, wenn kein Kokosgeschmack gewünscht ist.
- Olivenöl (raffiniert): Für mittlere bis höhere Temperaturen geeignet, milder als natives Olivenöl extra.
Weniger geeignet als Ersatz:
- Normale Butter: Verbrennt schneller, da sie Wasser und Milcheiweiß enthält.
- Natives Olivenöl extra: Niedrigerer Rauchpunkt, besser für kalte Küche oder sanftes Dünsten.
Fazit: Für hohe Temperaturen sind Ghee oder raffinierte Pflanzenöle die beste Wahl. Möchtest du den typischen Buttergeschmack ersetzen, kommt Ghee dem Butterschmalz am nächsten.

Wie lange ist Butterschmalz haltbar?
Richtig hergestellt und gelagert ist Butterschmalz sehr lange haltbar. Da beim Butterschmalz herstellen Wasser und Milcheiweiße entfernt werden, ist es deutlich stabiler als normale Butter.
Haltbarkeit im Überblick:
- Im Kühlschrank: luftdicht verschlossen 6–12 Monate haltbar
- Bei Zimmertemperatur: mehrere Wochen bis Monate, sofern kühl, dunkel und sauber gelagert
- Eingefroren: problemlos über 1 Jahr haltbar
Wichtig ist, das Butterschmalz in ein sauberes, trockenes Glas zu füllen und immer mit einem sauberen Löffel zu entnehmen. So gelangen keine Feuchtigkeit oder Keime hinein.
Woran erkennt man verdorbenes Butterschmalz?
- unangenehm ranziger Geruch
- trüber oder fleckiger Belag
- bitterer Geschmack
Tipp: Selbst gemachtes Butterschmalz hält sich besonders lange, wenn es noch warm abgefüllt und luftdicht verschlossen wird. So bleibt es aromatisch und jederzeit einsatzbereit zum Braten und Kochen.
Mehr Dips & Saucen Rezepte zum Selbermachen
Du hast dein Butterschmalz selbst hergestellt und suchst jetzt nach weiteren Ideen für einfache, vielseitige Begleiter in der Küche? Dann lohnt sich ein Blick auf unsere beliebtesten Dips- und Saucenrezepte, die perfekt zum Verfeinern, Braten, Grillen oder Dippen geeignet sind.
Ob cremig, würzig, herzhaft oder frisch – diese Rezepte gelingen zuverlässig und passen zu Fleisch, Gemüse, Brot oder Pasta:
- Pistazienmus selber machen – einfaches Pistazienbutter-Rezept
- Currywurst Soße Rezept – original Currywurstsoße selber machen
- Obazda selber machen – original bayrischer Obatzda
- Avocado Soße Rezept – einfache cremige Sauce mit Zitrone
- Cremiges Avocado Dressing für Salat
- Bratensoße selber machen – klassisch & aromatisch
Ob als Dip zum Brot, Sauce für Pasta oder feine Ergänzung zu Fleisch und Gemüse – diese Dips- und Saucenklassiker sorgen für mehr Geschmack im Alltag und sind ideal zum Vorbereiten.
Jetzt entdecken: Stöbere durch unsere besten Dips- und Saucenrezepte und finde neue Lieblingsrezepte für Küche, Grill & Familie.
Teile deine Kreationen gerne auf Instagram mit #kuechegemacht und markiere @kuechegemacht – so inspirierst du andere aus der Community. 💚
Butterschmalz selber machen – einfaches Butterschmalz Rezept
Beschreibung
Butterschmalz selber machen ist ganz einfach und lohnt sich: In diesem Butterschmalz Rezept erfährst du, wie du Butterschmalz selbst herstellen kannst, woraus Butterschmalz besteht und warum es perfekt zum Braten geeignet ist. Schritt für Schritt erklärt, aromatisch im Geschmack und vielseitig einsetzbar in der Küche.
Butterschmalz Rezept
Zutaten:
Schritt-für-Schritt Anleitung
-
Butter vorbereiten:
Die Butter in gleichmäßige Würfel oder Scheiben schneiden. So schmilzt sie gleichmäßig und brennt nicht an.
-
Butter langsam schmelzen:
Die Butter in einem schweren Topf bei sehr niedriger Hitze langsam schmelzen lassen. Nicht umrühren.
-
Sanft köcheln lassen:
Sobald die Butter komplett geschmolzen ist, ganz leicht köcheln lassen. An der Oberfläche bildet sich weißer Schaum.
-
Schaum abschöpfen:
Den Schaum vorsichtig mit einem Löffel oder Schaumlöffel abnehmen und entsorgen. Das sind die Milcheiweiße.
-
Butterschmalz klären:
Nach etwa 5–10 Minuten hört das Blubbern fast vollständig auf – ein Zeichen, dass das Wasser verdampft ist und sich das Butterschmalz getrennt hat.
-
Abseihen & abfüllen:
Die klare, goldgelbe Flüssigkeit vorsichtig durch ein feines Sieb (optional mit Mulltuch) in ein sauberes Glas gießen. Die festen Rückstände im Topf bleiben zurück.
Empfohlene Ausrüstung

Praktische Bügelgläser
Nutrition Facts
Portionen 1
Portionsgröße Glas
- Menge pro Portion
- Kalorien 1628kcal
- % Täglicher Wert*
- Fett insgesamt 184g284%
- Gesättigte Fettsäuren 117g585%
- Cholesterin 488mg163%
- Natrium 25mg2%
- Kalium 54mg2%
- Gesamte Kohlenhydrate 1g1%
- Zucker 1g
- Eiweiß 2g4%
- Vitamin A 5673 IU
- Calcium 54 mg
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer Ernährung mit 2.000 Kalorien. Dein persönlicher Tageswert kann je nach deinem Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
Hinweise
- Ungesalzene Butter verwenden: So lässt sich der Geschmack besser kontrollieren und das Butterschmalz wird nicht ungewollt salzig.
- Auf gute Butterqualität achten: Hochwertige Butter sorgt für ein aromatisches, mildes Butterschmalz mit feinem Buttergeschmack.
- Butter gleichmäßig schneiden: Kleine, gleich große Stücke schmelzen gleichmäßig und verhindern, dass die Butter stellenweise anbrennt.
- Sanft erhitzen & nicht umrühren: Die Butter immer bei niedriger Hitze schmelzen lassen und nicht rühren – so trennen sich Fett, Wasser und Milcheiweiße sauber.
- Schaum regelmäßig abschöpfen: Der weiße Schaum besteht aus Milcheiweiß und sollte vorsichtig entfernt werden, damit das Butterschmalz klar bleibt.
- Sorgfältig abseihen: Zum Schluss das flüssige Butterschmalz durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch gießen, um alle festen Rückstände zu entfernen – das verlängert die Haltbarkeit deutlich.

User-Bewertungen
Gut und einfach
Danke
Gern geschehen – schön, dass es für dich gut und einfach war 😊💚
sehr gut
Danke dir! Freut mich, dass es dir gefallen hat 👍💚
Danke für das Rezept, Schnitzel werden im Butterschmalz um Klassen besser als in Öl
Sehr gern! Da stimme ich dir zu – Butterschmalz macht Schnitzel einfach besonders lecker 😊💚