Zwetschgendatschi vom Blech – Originalrezept mit Hefeteig und Streuseln
Ein Zwetschgendatschi mit Streuseln und Hefeteig gehört für mich einfach zur Zwetschgensaison. Der dünne, lockere Boden, die saftigen Früchte und die knusprigen Butterstreusel passen wunderbar zusammen. Besonders gerne backe ich diesen Zwetschgendatschi vom Blech, wenn sich Besuch angekündigt hat, denn er ergibt viele Stücke und lässt sich gut vorbereiten.
Bei meinen ersten Versuchen war der Hefeteig manchmal zu dick und die Zwetschgen gaben zu viel Flüssigkeit ab. Inzwischen weiß ich: Der Hefeteig für Zwetschgendatschi sollte dünn ausgerollt und mit festen, reifen Früchten dicht belegt werden. So bleibt der Boden locker und der Kuchen wird herrlich saftig, ohne durchzuweichen.
Dieses einfache Zwetschgendatschi-Rezept mit Hefeteig ist an den klassischen bayerischen und Augsburger Datschi angelehnt. Eine goldbraune Schicht aus Zimt-Butterstreuseln macht das Zwetschgendatschi-Originalrezept vom Blech besonders köstlich. Dazu schmeckt ein Klecks frisch geschlagene Sahne – am besten, solange der Kuchen noch leicht warm ist.
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Was ist ein Zwetschgendatschi?
Ein Zwetschgendatschi ist ein traditioneller süddeutscher Blechkuchen, der besonders in Bayern und Augsburg beliebt ist. Für das klassische Zwetschgendatschi-Originalrezept wird ein dünner Hefeteig dicht mit halbierten Zwetschgen belegt. Die Früchte werden leicht in den Teig gedrückt – daher stammt vermutlich auch der Name „Datschi“.
Der Zwetschgendatschi vom Blech wird mit Zimt und Zucker bestreut und je nach Rezept mit knusprigen Butterstreuseln gebacken. Typisch ist die Kombination aus lockerem Boden, saftigen Früchten und einer feinen süß-säuerlichen Note.
Welcher Teig eignet sich für Zwetschgendatschi?
Für einen klassischen Zwetschgendatschi eignet sich ein dünn ausgerollter Hefeteig besonders gut. Der lockere Boden trägt die saftigen Früchte, ohne ihren Geschmack zu überdecken. Ein traditioneller Hefeteig für Zwetschgendatschi kann ohne Ei zubereitet werden und bleibt trotzdem weich und luftig.
Alternativ lässt sich Zwetschgendatschi mit Mürbeteig oder Quark-Öl-Teig backen. Für das bayerische Zwetschgendatschi-Originalrezept vom Blech ist Hefeteig jedoch die klassische Wahl.
Zutaten für Zwetschgendatschi mit Hefeteig und Streuseln
Für meinen Zwetschgendatschi vom Blech brauchst du nur einfache Backzutaten und reife Zwetschgen. Der dünne Hefeteig kommt ohne Ei aus, während Zimt und knusprige Butterstreusel den saftigen Früchtekuchen abrunden. Die genauen Mengenangaben findest du weiter unten in der Rezeptkarte.
Zwetschgen: Verwende reife, aromatische und noch feste Früchte. Sie behalten beim Backen ihre Form und geben weniger Flüssigkeit ab als Pflaumen.
Weizenmehl: Helles Weizenmehl eignet sich sowohl für den Hefeteig als auch für die Streusel.
Hefe: Du kannst frische Hefe oder Trockenhefe verwenden. Beide sorgen für einen lockeren Hefeteig für Zwetschgendatschi.
Milch: Die Milch sollte lauwarm sein, damit die Hefe gut arbeiten kann.
Butter: Sehr weiche Butter macht den Hefeteig geschmeidig und die Streusel mürbe und knusprig.
Zucker und Vanillezucker: Zucker süßt den Teig und die Früchte, während Vanillezucker den Butterstreuseln ein feines Aroma verleiht.
Zimt: Zimt passt hervorragend zu Zwetschgen und kommt sowohl auf den Belag als auch in die Streusel.
Salz: Eine kleine Prise Salz gleicht die Süße aus und verstärkt den Geschmack.
Wie macht man Zwetschgendatschi mit Hefeteig?
Für einen lockeren Zwetschgendatschi mit Hefeteig bereite ich zuerst einen kleinen Vorteig zu. Anschließend wird der Teig gründlich geknetet, dünn auf dem Backblech ausgerollt und vor dem Belegen nochmals gehen gelassen. Aus meiner Erfahrung sollte der Boden nicht zu dick sein, damit die saftigen Zwetschgen geschmacklich im Mittelpunkt stehen.
Vorteig anrühren: Gib das Mehl in eine Schüssel und forme in der Mitte eine Mulde. Verrühre darin die frische Hefe mit etwas Zucker, lauwarmer Milch und wenig Mehl vom Rand.
Vorteig gehen lassen: Decke die Schüssel ab und stelle sie etwa 15 Minuten an einen warmen Ort, bis sich kleine Bläschen bilden. Bei Trockenhefe kannst du diesen Schritt überspringen und sie direkt mit dem Mehl vermischen.
Hefeteig kneten: Füge den restlichen Zucker, die weiche Butter, die übrige Milch und eine Prise Salz hinzu. Knete alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig, der sich vom Schüsselrand löst.
Teig ausrollen: Rolle den Hefeteig für Zwetschgendatschi dünn auf die Größe des Backblechs aus. Lege ihn auf das vorbereitete Blech und drücke an den Seiten einen kleinen Rand hoch.
Nochmals gehen lassen: Decke den Teig mit einem Küchentuch ab und lasse ihn etwa 45 Minuten an einem warmen Ort gehen.
Belegen und backen: Verteile die vorbereiteten Zwetschgen dicht und leicht überlappend auf dem Teig. Bestreue sie mit Zimtzucker und Streuseln. Backe den Zwetschgendatschi bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 bis 35 Minuten goldbraun.
Wie macht man Streusel für Zwetschgendatschi?
Die Streusel für Zwetschgendatschi werden aus Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter und etwas Zimt zubereitet. Wichtig ist, die Zutaten nur so lange zu vermengen, bis grobe Krümel entstehen. So werden die Butterstreusel beim Backen knusprig und verlaufen nicht zu einer geschlossenen Schicht.
Trockene Zutaten vermischen: Gib Mehl, Zucker, Vanillezucker und eine kleine Prise Zimt in eine Schüssel.
Butter hinzufügen: Verteile die weiche Butter in kleinen Stücken über den trockenen Zutaten.
Streusel formen: Verreibe und verknete die Zutaten kurz mit den Fingerspitzen, bis kleine und größere Butterstreusel entstehen.
Bei Bedarf kühlen: Sind die Streusel sehr weich, stelle sie für etwa 10 bis 15 Minuten in den Kühlschrank.
Auf dem Kuchen verteilen: Streue die Butterstreusel gleichmäßig über die mit Zimtzucker bestreuten Zwetschgen und backe den Kuchen anschließend goldbraun.
Wie lange muss Zwetschgendatschi mit Hefeteig backen?
Ein Zwetschgendatschi mit Hefeteig braucht bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 bis 35 Minuten im vorgeheizten Backofen. Backe ihn auf der mittleren Schiene, bis die Teigränder goldbraun und die Butterstreusel knusprig sind.
Da jeder Backofen etwas anders heizt, solltest du den Zwetschgendatschi vom Blech gegen Ende der Backzeit beobachten. Ist der Hefeteig am Rand durchgebacken und leicht gebräunt, kannst du den Kuchen aus dem Ofen nehmen.
Wie verhindert man, dass Zwetschgendatschi zu nass wird?
Verwende feste, reife Zwetschgen statt sehr saftiger Pflaumen und lasse die gewaschenen Früchte gründlich abtropfen. Aus meiner Erfahrung hilft es außerdem, den dünn ausgerollten Hefeteig mit etwas Semmelbröseln oder gemahlenen Mandeln zu bestreuen. Sie nehmen überschüssigen Fruchtsaft auf, ohne den Geschmack zu verändern.
Belege den Teig erst kurz vor dem Backen und streue den Zucker nicht zu früh über die Zwetschgen, da er den Früchten Flüssigkeit entzieht. Backe den Zwetschgendatschi vom Blech anschließend sofort im vollständig vorgeheizten Ofen, damit der Boden locker bleibt und nicht durchweicht.
Was passt zu Zwetschgendatschi?
Zwetschgendatschi schmeckt besonders gut lauwarm mit einem Klecks frisch geschlagener Sahne. Die milde Sahne passt wunderbar zu den süß-säuerlichen Zwetschgen und den knusprigen Butterstreuseln. Ich serviere den Kuchen gerne mit einer Tasse Kaffee, Cappuccino oder Tee.
Als Dessert kannst du den Zwetschgendatschi mit Streuseln auch mit einer Kugel Vanilleeis oder etwas Vanillesoße genießen. An warmen Tagen schmeckt er zudem sehr gut mit einem Löffel Naturjoghurt oder Crème fraîche.
Wie lange hält sich Zwetschgendatschi?
Frisch gebackener Zwetschgendatschi mit Hefeteig hält sich bei kühler Raumtemperatur etwa 1 bis 2 Tage. Im Kühlschrank bleibt er ungefähr 3 bis 4 Tage genießbar, allerdings kann der Hefeteig dort etwas fester werden. Vor dem Servieren lasse ich die Kuchenstücke kurz Zimmertemperatur annehmen oder erwärme sie wenige Minuten im Backofen.
Wie lagert man Zwetschgendatschi richtig?
Lasse den Zwetschgendatschi zuerst vollständig auskühlen, damit sich in der Verpackung kein Kondenswasser bildet. Bewahre ihn anschließend in einer gut verschlossenen Kuchendose oder luftdicht verpackt auf. An kühlen Tagen reicht ein trockener Platz bei Raumtemperatur. Bei warmem Wetter solltest du den Zwetschgendatschi mit Streuseln in den Kühlschrank stellen. So bleiben die Früchte frisch und der Kuchen nimmt keine fremden Gerüche an.
Kann man Zwetschgendatschi einfrieren – gebacken oder roh?
Am besten lässt sich Zwetschgendatschi fertig gebacken einfrieren. Schneide den vollständig ausgekühlten Kuchen in Stücke und verpacke sie einzeln oder portionsweise luftdicht. Im Gefrierschrank hält er sich etwa 3 Monate. Zum Auftauen legst du die Stücke bei Raumtemperatur auf einen Teller. Anschließend kannst du sie bei 150 °C Ober-/Unterhitze für etwa 5 bis 10 Minuten erwärmen, damit Hefeteig und Streusel wieder besser schmecken.
Einen vollständig belegten, rohen Zwetschgendatschi würde ich nicht einfrieren. Beim Auftauen können die Früchte viel Saft abgeben und den Hefeteig durchweichen. Möchtest du den Kuchen vorbereiten, frierst du den Hefeteig besser separat ein und belegst ihn erst nach dem Auftauen mit frischen Zwetschgen und Streuseln.
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Beste Jahreszeit:
Sommer, Herbst, Ganzjährig geeignet
Beschreibung
Mit diesem einfachen Originalrezept backst du einen saftigen Zwetschgendatschi mit lockerem Hefeteig und goldbraunen Streuseln. Der traditionelle Blechkuchen schmeckt besonders gut lauwarm mit Schlagsahne und ist perfekt für die Zwetschgensaison.
Zwetschgendatschi Rezept
Zutaten
Für den Hefeteig:
350g helles Weizenmehl
½ Würfel frische Hefe (ca. 20 g oder 1 Päckchen Trockenhefe)
1TL Zucker
50g Zucker
70g sehr weiche Butter
ca. 160 ml lauwarme Milch
1Prise Salz
Für den Zwetschgenbelag:
ca. 1.300 g Zwetschgen
1–2 EL Zucker, je nach Süße der Früchte
1TL Zimt
Für die Streusel:
150g Mehl
80g Zucker
1Päckchen Vanillezucker
100g sehr weiche Butter
1kleine Prise Zimt
Für die Variante ohne Streusel:
1Päckchen Vanillezucker
Schritt-für-Schritt Anleitung
1
Vorteig anrühren:
Gib das Mehl in eine große Schüssel und drücke eine Mulde in die Mitte. Bröckele die frische Hefe hinein und streue 1 TL Zucker darüber. Verrühre die Hefe mit etwas lauwarmer Milch und wenig Mehl vom Rand zu einem dickflüssigen Vorteig.
Wenn du Trockenhefe verwendest, vermischst du sie direkt mit dem Mehl und überspringst den Vorteig.
2
Vorteig gehen lassen:
Decke die Schüssel mit einem Küchentuch ab und lasse den Vorteig etwa 15 Minuten an einem warmen Ort ruhen. Er ist fertig, wenn er deutlich aufgegangen ist und sich kleine Bläschen gebildet haben.
3
Hefeteig kneten:
Füge 50 g Zucker, die weiche Butter, die restliche lauwarme Milch und das Salz hinzu. Knete alles mit den Knethaken etwa 5 bis 8 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Er sollte glänzen und sich vom Schüsselrand lösen. Ist der Teig zu fest, kannst du noch 1 EL Milch unterkneten.
4
Teig ausrollen:
Rolle den Hefeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Backblechs aus. Lege ihn auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech und drücke an den Seiten einen kleinen Rand hoch.
5
Teig gehen lassen:
Decke das Backblech mit einem Küchentuch ab und lasse den Hefeteig etwa 45 Minuten an einem warmen Ort gehen. Der Teig sollte sein Volumen deutlich vergrößern.
6
Zwetschgen vorbereiten:
Wasche die Zwetschgen und lasse sie gründlich abtropfen. Halbiere die Früchte, entferne die Steine und schneide jede Hälfte nochmals längs ein, ohne sie vollständig zu durchtrennen. Ziehe die Zwetschgen anschließend leicht fächerförmig auseinander.
7
Streusel zubereiten:
Gib Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter und Zimt in eine Schüssel. Verreibe die Zutaten kurz mit den Fingern, bis kleine und größere Streusel entstehen. Sind sie sehr weich, stelle sie bis zur Verwendung in den Kühlschrank.
8
Kuchen belegen:
Heize den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor. Belege den aufgegangenen Hefeteig dicht und dachziegelartig mit den Zwetschgen. Drücke die Früchte dabei mit der Hautseite nach unten leicht in den Teig.
Vermische Zucker und Zimt und streue die Mischung über die Zwetschgen. Verteile anschließend die vorbereiteten Butterstreusel gleichmäßig darauf.
9
Datschi backen:
Backe den Zwetschgendatschi auf der mittleren Schiene etwa 30 bis 35 Minuten. Er ist fertig, wenn die Teigränder goldbraun und die Streusel leicht gebräunt sind.
10
Kuchen fertigstellen:
Lasse den Zwetschgendatschi auf dem Backblech etwas abkühlen. Wenn du ihn ohne Streusel gebacken hast, bestreust du ihn direkt nach dem Backen mit Vanillezucker. Schneide den Kuchen anschließend in Stücke und serviere ihn am besten noch leicht warm.
Nutrition Facts
Portionen 24
Portionsgröße 1 Stück
Menge pro Portion
Kalorien177kcal
% Täglicher Wert*
Fett insgesamt6.3g10%
Gesättigte Fettsäuren3.8g19%
Transfett0.2g
Cholesterin16mg6%
Natrium14mg1%
Kalium125mg4%
Gesamte Kohlenhydrate27.8g10%
Ballaststoffe2g8%
Zucker12.2g
Eiweiß2.8g6%
Vitamin A 375 IU
Vitamin C 2.7 mg
Calcium 25 mg
Eisen 0.5 mg
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer Ernährung mit 2.000 Kalorien. Dein persönlicher Tageswert kann je nach deinem Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
Hinweise
Lauwarme Milch verwenden: Die Milch darf nicht heiß sein, da zu hohe Temperaturen die Hefe schwächen. Sie sollte sich nur leicht warm anfühlen.
Teigkonsistenz prüfen: Gib die Milch nach und nach hinzu, da Mehl unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnimmt. Der Hefeteig sollte weich und geschmeidig, aber nicht klebrig sein.
Feste Zwetschgen wählen: Verwende reife, aber noch feste Früchte und lasse sie nach dem Waschen gut abtropfen. Sehr weiche Zwetschgen geben zu viel Saft ab und können den Boden durchweichen.
Backzeit anpassen: Je nach Backofen kann die Backzeit etwas variieren. Der Zwetschgendatschi ist fertig, sobald die Teigränder goldbraun und die Streusel leicht gebräunt sind.
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Ismail Taki
Food- und Lifestyle-Blogger
Ich bin Ismail (Issay), 34 Jahre alt mit einer Leidenschaft für Reisen und gutes Essen. Hier findest du Rezepte und Inspiration, um die Welt kulinarisch zu entdecken. Viel Spaß!
💛 Vielen Dank, dass du mein Rezept ausprobiert hast!
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