Zwei zarte Mürbeteigplätzchen, eine fruchtige Füllung und etwas Puderzucker: Spitzbuben bringen alles mit, was auf einem Weihnachtsteller Freude macht. Durch das kleine Fenster im oberen Plätzchen schimmert die Marmelade – und du kannst selbst entscheiden, ob du dafür Kreise, Herzen oder Sterne ausstichst.
Für dieses Spitzbuben-Rezept nach Omas Art verwende ich gemahlene Mandeln, Vanillezucker und etwas geriebene Zitronenschale. So bekommt der buttrige Teig eine feine Mandelnote und einen frischen Geschmack. Als Spitzbuben-Füllung nehme ich Johannisbeergelee: Seine leichte Säure passt gut zum süßen Gebäck. Du kannst aber auch eine andere glatte Marmelade verwenden, die dir schmeckt.
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du den Teig für Spitzbuben zubereitest, die Plätzchen ausstichst und nach dem Backen zusammensetzt. Dazu findest du praktische Tipps für gleichmäßige Formen und eine saubere Füllung. So kannst du Spitzbuben wie vom Bäcker zu Hause backen – zum Adventskaffee, für die Plätzchendose oder als kleines Geschenk aus der Küche.
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Was sind Spitzbuben?
Spitzbuben sind gefüllte Mürbeteigplätzchen, die aus zwei aufeinandergelegten Keksen bestehen. Dazwischen liegt eine fruchtige Schicht Marmelade oder Gelee. Das untere Plätzchen bleibt ganz, während das obere ein kleines Fenster bekommt. Durch dieses Loch ist die Füllung sichtbar. Etwas Puderzucker auf dem oberen Keks macht das Gebäck komplett.
Die Weihnachtsplätzchen werden häufig rund ausgestochen, lassen sich aber auch als Herzen oder Sterne backen. In diesem Spitzbuben-Rezept kommen gemahlene Mandeln und etwas Zitronenschale in den Teig. Als Füllung verwende ich Johannisbeergelee, dessen leichte Säure gut zum süßen, buttrigen Gebäck passt.
Zutaten für Omas Spitzbuben-Rezept
Für Omas Spitzbuben brauchst du einen buttrigen Mürbeteig mit Mandeln, eine fruchtige Füllung und etwas Puderzucker zum Bestäuben. Die genauen Mengen findest du unten in der Rezeptkarte.
Weizenmehl: Bildet die Grundlage für den Spitzbubenteig. Helles Weizenmehl Type 405 eignet sich gut zum Ausrollen und Ausstechen.
Gemahlene Mandeln: Geben dem Teig eine feine Mandelnote. Verwende möglichst fein gemahlene Mandeln, damit die Plätzchen eine gleichmäßige Oberfläche bekommen.
Butter: Sorgt für den buttrigen Geschmack und die mürbe Konsistenz. Schneide sie für die Zubereitung in kleine Würfel und verarbeite sie kühl.
Puderzucker: Süßt den Teig und lässt sich fein darin verteilen. Zusätzlich brauchst du etwas zum Bestäuben der oberen Plätzchen.
Ei: Verbindet die Zutaten und hilft dabei, einen zusammenhängenden, formbaren Teig herzustellen.
Vanillezucker und Zitronenschale: Verfeinern das Gebäck mit Vanilleduft und einer frischen Zitronennote. Reibe die Zitronenschale möglichst fein ab.
Salz: Eine kleine Prise rundet den süßen Geschmack ab.
Marmelade oder Gelee: Für die Spitzbuben-Füllung verwende ich Johannisbeergelee. Auch glatte Himbeer- oder Erdbeermarmelade ohne größere Fruchtstücke passt gut.
Spitzbubenteig selber machen – Schritt für Schritt
Der Teig für Spitzbuben ist schnell vorbereitet. Verarbeite die Zutaten zügig und knete nur so lange, bis der Mürbeteig zusammenhält. Anschließend braucht er mindestens 30 Minuten im Kühlschrank, damit er sich gut ausrollen und ausstechen lässt.
Trockene Zutaten mischen: Gib Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in eine Rührschüssel.
Butter und Ei hinzufügen: Schneide die kalte Butter in kleine Würfel und gib sie zusammen mit dem Ei und der fein abgeriebenen Zitronenschale dazu.
Teig kurz verkneten: Verarbeite alles mit den Händen oder den Knethaken zu einem zusammenhängenden Spitzbubenteig. Drücke die zunächst krümelige Mischung zum Schluss vorsichtig zusammen.
Teig portionieren: Teile den Teig in zwei Portionen und forme daraus flache Scheiben. Wickle sie in Frischhaltefolie oder lege sie in eine gut verschließbare Dose.
Spitzbubenteig kühlen: Stelle die Portionen mindestens 30 Minuten kalt. Nimm später jeweils nur eine Portion zum Ausrollen heraus, während die andere im Kühlschrank bleibt.
Spitzbuben ausstechen – mit und ohne Spezialausstecher
Rolle den gekühlten Spitzbubenteig etwa 3–4 mm dick aus – auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Lagen Backpapier. Für jeden Spitzbuben brauchst du einen geschlossenen Boden und einen gleich großen Deckel mit einer kleinen Öffnung.
Mit Spezialausstecher: Verwende einen Spitzbuben-Ausstecher mit herausnehmbarem Einsatz. Stich die Hälfte der Plätzchen ohne Einsatz als Böden aus. Für die andere Hälfte setzt du das kleine Motiv ein. So entstehen Deckel mit einem runden, herzförmigen oder sternförmigen Fenster.
Ohne Spezialausstecher: Stich mit einem normalen Plätzchenausstecher oder einem sauberen Trinkglas eine gerade Anzahl gleich großer Kreise aus. Entferne bei der Hälfte mit einer kleineren Ausstechform oder der breiten Öffnung einer Spritzbeuteltülle die Mitte. Lass einen ausreichend breiten Rand stehen, damit die Deckel beim Umsetzen stabil bleiben.
Hebe die ausgestochenen Plätzchen mit einer dünnen Palette oder Teigkarte auf das Backblech. Wird der Teig weich und klebrig, kühle ihn kurz nach. Drücke Teigreste nur knapp zusammen und rolle sie erneut aus.
Wie lange müssen Spitzbuben backen?
Spitzbuben brauchen bei 175 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten. Das gilt für ungefähr 3–4 mm dick ausgerollte Plätzchen. Backe sie auf mittlerer Schiene und behalte sie gegen Ende der Backzeit im Blick, denn Größe, Dicke und Backofen beeinflussen die Dauer.
Die Spitzbuben sollten hell bleiben, während die Ränder leicht goldgelb werden. Deckel mit ausgestochener Mitte können etwas früher fertig sein als die geschlossenen Böden. Backe beide am besten auf getrennten Blechen nacheinander, damit du die Backzeit passend anpassen kannst.
Lasse die Plätzchen nach dem Backen kurz auf dem Blech fest werden. Solange sie noch sehr heiß sind, sind sie empfindlich und können beim Anheben leicht brechen.
Welcher Teig eignet sich für Spitzbuben?
Für Spitzbuben eignet sich ein feiner Mürbeteig, der sich gleichmäßig ausrollen und sauber ausstechen lässt. Nach dem Backen soll er zart und buttrig sein, zugleich aber stabil genug, um die Marmeladenfüllung und das obere Plätzchen zu tragen.
In diesem Spitzbuben-Rezept besteht der Teig aus Mehl, Butter, Puderzucker, Ei und gemahlenen Mandeln. Die Mandeln geben dem Gebäck eine feine nussige Note. Vanillezucker und etwas Zitronenschale ergänzen den Geschmack.
Damit der Teig für Spitzbuben gut formbar bleibt, knetest du ihn nur kurz und kühlst ihn anschließend mindestens 30 Minuten. Verarbeite ihn portionsweise und verwende beim Ausrollen wenig zusätzliches Mehl. So bleibt der Teig geschmeidig und die Plätzchen werden schön mürbe.
Wie dick sollte man den Teig für Spitzbuben ausrollen?
Rolle den Teig für Spitzbuben etwa 3–4 mm dick aus. So lassen sich die Plätzchen gut ausstechen und nach dem Backen zusammensetzen. Achte darauf, dass Böden und Deckel möglichst dieselbe Stärke haben und der Teig auch an den Rändern gleichmäßig dick ist.
Ausrollhölzer oder Abstandsringe am Nudelholz helfen dir, die gewünschte Dicke einzuhalten. Verarbeite den gekühlten Spitzbubenteig portionsweise und rolle ihn zwischen zwei Lagen Backpapier oder auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus. Verwende nur wenig zusätzliches Mehl, damit die Plätzchen schön mürbe bleiben.
Welche Marmelade oder Füllung eignet sich für Spitzbuben?
Für die Spitzbuben-Füllung eignen sich glatte Marmeladen und Gelees, die sich gut verstreichen lassen. In diesem Rezept verwende ich Johannisbeergelee. Seine leichte Säure passt zum süßen Mürbeteig, und die rote Farbe kommt durch das Fenster im oberen Plätzchen schön zur Geltung.
Auch Himbeer-, Erdbeer- oder Aprikosenmarmelade passen gut zu Spitzbuben. Wähle möglichst eine Sorte ohne größere Fruchtstücke. Für eine besonders feine Füllung kannst du die Marmelade durch ein Sieb streichen. Sie sollte geschmeidig, aber ausreichend fest sein, damit sie zwischen den Keksen bleibt.
Wenn du deine Spitzbuben nach Omas Rezept abwandeln möchtest, kannst du auch Nuss-Nougat-Creme, Spekulatiuscreme oder Lemon Curd verwenden. So bekommt dasselbe Gebäck eine schokoladige, würzige oder zitronige Note. Rühre die gewählte Füllung vor dem Bestreichen kurz glatt, damit du sie gleichmäßig verteilen kannst.
Wie lange müssen Spitzbuben nach dem Füllen trocknen?
Plane für Spitzbuben mit Marmelade oder Gelee etwa 3 Stunden Ruhezeit nach dem Füllen ein. Die Füllung soll abkühlen und fest werden, damit die Kekshälften beim Verpacken zusammenhalten. Je nach Konsistenz und Menge der Füllung kann die benötigte Zeit variieren.
Lege die gefüllten Plätzchen zunächst nebeneinander auf Backpapier und decke sie bei Bedarf locker mit einem weiteren Bogen ab. Sobald sie vollständig ausgekühlt sind und die Füllung angezogen hat, kannst du sie vorsichtig in eine Keksdose schichten. Backpapier zwischen den Lagen schützt die Oberfläche.
Für besonders zarte Spitzbuben nach Omas Art lohnt sich anschließend das Durchziehen über Nacht. Dabei verbinden sich Mürbeteig und fruchtige Füllung, und die Plätzchen werden etwas weicher.
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Du liebst Spitzbuben mit fruchtiger Marmeladenfüllung und möchtest deine Plätzchendose mit weiteren Klassikern füllen? Dann entdecke noch mehr Rezepte für Plätzchen und Kekse, die sich einfach zu Hause backen lassen. Von zarten Vanillekipferln bis zu würzigen Zimtsternen ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Diese Rezepte passen wunderbar zu Omas Spitzbuben auf den bunten Plätzchenteller:
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Beste Jahreszeit:
Herbst, Winter, Ganzjährig geeignet
Beschreibung
Mit diesem einfachen Spitzbuben-Rezept backst du Omas Spitzbuben wie vom Bäcker: mit feinem Mürbeteig, gemahlenen Mandeln und einer Füllung aus Johannisbeergelee. Vanille und Zitronenschale runden den Geschmack ab. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du den Spitzbubenteig zubereitest, die Plätzchen ausstichst und anschließend füllst – mit praktischen Tipps zum Backen und Aufbewahren.
Spitzbuben Rezept
Zutaten
Für den Teig:
350g Weizenmehl Type 405, zusätzlich etwas zum Ausrollen
100g fein gemahlene Mandeln
150g Puderzucker
1Päckchen Vanillezucker
200g kalte Butter, gewürfelt
1 Ei
1Prise Salz
Etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
Zum Füllen und Bestäuben:
Johannisbeergelee oder glatte Marmelade nach Bedarf
Puderzucker nach Bedarf
Schritt-für-Schritt Anleitung
1
Teig kneten:
Mehl, Mandeln, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Butterwürfel, Ei und Zitronenschale dazugeben. Alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Nur so lange kneten, bis sich die Zutaten verbunden haben.
2
Teig kühlen:
Den Spitzbubenteig in zwei Portionen teilen und jeweils flach drücken. Abgedeckt mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
3
Ofen vorbereiten:
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Backbleche mit Backpapier belegen.
4
Plätzchen ausstechen:
Den Teig portionsweise auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 3–4 mm dick ausrollen. Eine gerade Anzahl gleich großer Plätzchen ausstechen. Bei der Hälfte zusätzlich ein kleines Loch oder Motiv aus der Mitte ausstechen. Böden und Deckel vorsichtig auf die Bleche legen.
5
Spitzbuben backen:
Die Plätzchen auf mittlerer Schiene etwa 10 Minuten backen. Sie sollen hell bleiben und an den Rändern nur leicht goldgelb werden. Deckel mit Öffnung können etwas früher fertig sein. Nach dem Backen kurz auf dem Blech ruhen lassen, bis sie sich vorsichtig anheben lassen.
6
Deckel bestäuben:
Die noch warmen Plätzchendeckel mit Puderzucker bestäuben. Das Gelee oder die Marmelade glatt rühren.
7
Spitzbuben füllen:
Die noch warmen Böden dünn mit der Füllung bestreichen. Je einen bestäubten Deckel aufsetzen und behutsam andrücken. Vollständig auskühlen und die Füllung fest werden lassen, bevor du die Spitzbuben in eine Keksdose legst.
Nutrition Facts
Portionen 20
Portionsgröße 1 gefüllter Spitzbube
Menge pro Portion
Kalorien219kcal
% Täglicher Wert*
Fett insgesamt10.9g17%
Gesättigte Fettsäuren5.5g28%
Cholesterin30mg10%
Natrium16mg1%
Kalium73mg3%
Gesamte Kohlenhydrate27g9%
Ballaststoffe1.3g6%
Zucker13.3g
Eiweiß3.4g7%
Vitamin A 360 IU
Vitamin C 0.8 mg
Calcium 11 mg
Eisen 0.58 mg
* Die prozentualen Tageswerte basieren auf einer Ernährung mit 2.000 Kalorien. Dein persönlicher Tageswert kann je nach deinem Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
Hinweise
Teig kühl halten: Den Spitzbubenteig nur kurz kneten und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Wird er beim Ausstechen weich oder klebrig, lege ihn nochmals kurz in den Kühlschrank.
Gleichmäßig ausrollen: Eine Teigdicke von 3–4 mm sorgt dafür, dass Böden und Deckel gut zusammenpassen. Verwende möglichst wenig zusätzliches Mehl, damit die Plätzchen zart bleiben.
Backfarbe beachten: Die Spitzbuben sollen hell bleiben und nur leicht goldgelbe Ränder bekommen. Deckel mit ausgestochener Mitte können früher fertig sein als die geschlossenen Böden.
Sauber füllen: Verwende glatt gerührtes Gelee oder Marmelade ohne Stückchen. Bestäube die Deckel vor dem Zusammensetzen mit Puderzucker, damit die fruchtige Füllung im Fenster sichtbar bleibt.
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Ismail Taki
Food- und Lifestyle-Blogger
Ich bin Ismail (Issay), 34 Jahre alt mit einer Leidenschaft für Reisen und gutes Essen. Hier findest du Rezepte und Inspiration, um die Welt kulinarisch zu entdecken. Viel Spaß!
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